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OMK #7: Mehr erreichen durch richtig eingesetzte Webanalyse

von Thomas Altendorfer - 12. März 2015

Gekonnt eingesetzte Webanalyse Daten können Ihnen einen entscheidenden Vorteil bringen. Mehr Besucher, mehr Verkäufe, mehr „was Sie wollen“. So finden Sie durch die Analysedaten heraus, mit welchen Veränderungen Sie Ihre Website nach vorne bringen!

Eine Website ohne aktive Webanalyse zu betreiben ist wie Spazierengehen mit geschlossenen Augen. Es kann gut gehen - oder auch nicht. Sie könnten IRGENDWO ankommen, wenn Sie die Augen wieder öffnen! Wenn Sie Ihre Website also nicht nur einfach zum Spaß betreiben, sondern damit etwas für Ihr Unternehmen erreichen wollen, dann lesen Sie am besten diesen Artikel.

Es ist wieder einmal Zeit für Klartext. Wer denkt, dass das Ansehen von Statistiken zu Website Besucherzahlen vergeudete Zeit ist, irrt ziemlich grundlegend. Für mich ist die umfangreiche Analyse der eigenen Online Aktivitäten ein guter Weg, mehr über die wertvollen Kunden zu erfahren und die beste Art, die gesetzten Ziele zu überprüfen. Oder neue Ziele zu finden, auf die ich ohne Webanalyse nie gekommen wäre!

Doch zum Start noch einmal ganz von vorne: Webanalyse bedeutet, dass Sie (oder Ihr Webentwickler) ein kleines Code Schnipsel auf Ihrer Seite einbinden, welches Daten über Ihre Besucher sammelt. Das geht deutlich über einen normalen Besucherzähler hinaus.

Sie bekommen eine ganze Reihe an Kennzahlen geliefert. Wie lange die Besucher auf Ihrer Seite verweilen, welche Seiten sie konkret besucht haben, welche Seite war die erste und letzte Seite eines Besuchs, woher die Besucher kommen (über Google Suche, Direktaufruf, Link auf einer anderen Website, Details zur verwendeten Technik (Desktop, Tablet, Smartphone, welcher Browser), Standort der Besucher - um nur einige zu nennen. Was sie damit konkret anfangen erfahren Sie hier.

Haben Sie schon ein Webanalyse Tool im Einsatz?

Wenn Sie noch kein Analyse Tool wie Google Analytics oder Piwik auf Ihrer Website im Einsatz haben, dann sollten Sie das so rasch wie möglich ändern. Keine Angst, das kostet nicht viel Zeit! Es geht sehr einfach.

Ich verwende selbst auf allen meinen Websites Google Analytics zusammen mit den Google Webmaster Tools. Diese beiden Tools sind gratis und leisten alles, was ich brauche. Es gibt auch kostenpflichtige Tools, diese holen sich auch meist die Daten von Google und werten sie nur anders aus.

Webmaster Tools

In den Webmaster Tools sehen Sie, wie Ihre Website in der Google Suche performt. Die wichtigsten Daten, die Sie in den Webmaster Tools sehen:

  • Wieviele Seiten der Website sind im Google Suchindex?
  • Bei welchen Suchbegriffen wird die Website im Suchergebnis angezeigt?
  • Wie oft wird sie angezeigt, wie oft geklickt und an welcher Position?
  • Sie können sich auch die Änderung zum vorangegangenen Zeitraum einblenden und können damit Trends ablesen.
  • Links auf Ihre Seite

Google Analytics

Google Analytics betrachtet die Zahlen der Website selbst. Die wichtigsten Daten, die Sie in Analytics (und auch den meisten anderen Analysetools) sehen:

  • Anzahl der Besucher und Seitenaufrufe
  • Dauer des Besuchs, Seiten pro Besuch
  • Daten zum Besucher (Interessen, Standort,...)
  • Woher kommmen die Besucher (Suche, Links, Direktaufrufe, Social Media, Newsletter,...)
  • Wie performen einzelne Seiten (Aufrufe, Absprungrate)
  • Ereignisse und Ziele

Rechtlicher Hinweis

Webanalyse muss im Impressum oder auf einer eigenen Datenschutz Seite erwähnt werden.

Das Setup

Wie bekommen Sie diese Tools nun installiert? Für die Webmastertools müssen Sie lediglich nachweisen, dass Ihnen die angegebene Website wirklich gehört. Das kann auf verschiedenen Wegen erfolgen, beispielsweise durch das Hochladen einer bestimmten Datei auf Ihren Webspace.

Google Analytics erfordert die Einbindung eines kleinen Javascript Code Schnipsels. Dafür brauchen Sie entweder Zugriff auf die Templates oder die HTML Dateien Ihrer Website oder Sie können das auch über Ihr CMS (Content Management System) erledigen. Für Wordpress gibt es beispielsweise ein eigenes Plugin, welches Ihren Google Analytics Code auf allen Seiten einbindet.

Sobald das erledigt ist, werden Daten gesammelt. Doch Daten sammeln alleine reicht nicht.

Die Kennzahlen verstehen und verwenden

Um den Wert dieser Zahlen auch nutzen zu können, braucht es ein Verständnis, was Sie bedeuten. Hier ein Überblick der wichtigsten Kennzahlen oder KPI (Key Performance Indicator).

Die wichtigsten Webmaster Tools Zahlen erklärt

Die Webmaster Tools bieten eine Vielzahl an Informationen zu Ihrer Website selbst und wie sie in den Suchergebnissen performt. Sie bekommen Verbesserungsvorschläge zu Ihrer Website, erfahren wer auf Ihre Website verlinkt und vieles mehr. Klicken Sie sich einfach mal durch.

Die wichtigste Ansicht für mich befindet sich unter Suchanfragen > Suchanfragen.

Suchanfrage: Die Keyword Kombinationen, bei denen Ihre Website gefunden wird.

Impressionen: So oft wird Ihre Website bei dieser Suchanfrage im Ergebnis angezeigt.

CTR: Bedeutet Click Through Rate und sagt aus, welcher Anteil der Suchenden, die Ihre Website im Suchergebnis angezeigt bekommen, tatsächlich auf Ihr Ergebnis klicken und Ihre Website besuchen. Bei dieser Zahl werden Sie das Offensichtliche feststellen: Je weiter oben Sie im Suchergebnis sind, desto höher die CTR.

Durchschn. Position: An welchem Platz sich Ihre Website im Google Suchergebnis durchschnittlich befindet.

Sehr praktisch ist auch, dass Sie sich die Änderung für all diese Werte anzeigen lassen können. So erkennen Sie Trends und Auswirkungen Ihrer Veränderungen am Content der Website.

Links auf Ihre Website: Wer verlinkt auf Ihre Seite? Viele Links auf Ihre Website sind ein zuverlässiger Indikator für guten Content.

Die Top Google Analytics Zahlen entschlüsselt

Sitzungen oder Visit: Ein Besuch Ihrer Website. Ein Benutzer ist auf Ihre Website gelangt und hat sich mindestens eine oder mehrere Seiten angesehen.

Was sagt Ihnen diese Zahl? Ob die Besucheranzahl für Ihre konkrete Website viel oder wenig ist können Sie auf verschiedenen Wegen ermitteln. Sie können in den Webmastertools nachsehen, auf welcher Position in den Suchergebnissen Sie bei den wichtigsten Keywords liegen. Wenn Ihre Website nicht auf Platz 1 ist, haben Sie auf jeden Fall Potential für noch mehr Besucher. Ein zweiter Weg ist über den Google Adwords Keywords-Planer. Mehr ins Detail bin ich dazu schon in diesem Artikel gegangen LNK.

Nutzer oder Unique Visit: Wieviele eindeutige Personen auf Ihre Website zugegriffen haben. Eine Person kann mehrere Sitzungen starten, indem sie zB. am Morgen einige Seiten liest, dann in die Arbeit geht und am Abend erneut Ihre Seite besucht, um weiter zu lesen.

Was sagt Ihnen diese Zahl? Ähnlich zu interpretieren wie bei den Sitzungen.

Hits oder Seitenaufrufe: Wieviele Seiten im gewählten Zeitraum aufgerufen wurden.

Was sagt Ihnen diese Zahl? Wenn die Zahl nur geringfügig höher als die Nutzerzahl ist, wissen Sie, dass Ihre Besucher nur wenige Seiten aufrufen und dann wieder weg sind. Vielleicht haben Sie nur sehr wenige Seiten oder Ihre Inhalte sind nicht interessant genug?

Seiten/Sitzung: Wieviele Seiten pro Sitzung im Schnitt angesehen werden.

Was sagt Ihnen diese Zahl? Wie bei den Seitenaufrufen. Wenige Seiten pro Sitzung sagen, dass Ihre Besucher Ihre Website schnell wieder verlassen. Das ist nicht sehr gut und Sie sollten sich überlegen, wie Sie diesen Wert erhöhen können.

Verweildauer: Wie lange die Benutzer im Schnitt auf Ihrer Website geblieben sind, bevor sie diese wieder verlassen haben.

Was sagt Ihnen diese Zahl? Eine kurze Verweildauer bedeutet ähnlich wie die Seiten pro Sitzung, dass Ihre Inhalte nicht gelesen werden. Oder Sie haben nur sehr wenige Inhalte.

Absprungrate: Angabe in Prozent, welcher Anteil Ihrer Besucher die Website nach nur einer angesehenen Seite wieder verlässt.

Was sagt Ihnen diese Zahl? Eine hohe Absprungrate ist nie gut, aber Sie sollten sich davon auch nicht verrückt machen lassen. Es kann an vielen Faktoren liegen und nicht alle liegen in Ihrem Einflussbereich. Sie können sich alle diese Werte übrigens auch für jede einzelne Seite Ihrer Website anzeigen lassen. Sollten bestimmte Seiten eine signifikant höhere Absprungrate als der Rest haben, können Sie versuchen, diese Seiten zu verbessern. Bauen Sie Querverweise im Content ein, bieten Sie am Ende der Seite mehr interessante Inhalte zum Thema an.

Conversionrate: Für etwas Fortgeschrittenere. Wenn Sie Ereignisse und Ziele definiert haben, können sagt Ihnen diese Zahl, wie viel Prozent Ihrer Besucher eine gewünschte Aktion - beispielsweise ein Produkt kaufen oder einen Newsletter abonnieren - ausgeführt haben.

Was sagt Ihnen diese Zahl? Eine hohe Conversionrate ist natürlich immer das Ziel. Aber was ist viel? Abhängig von Branche reden wir von 1-10% Conversion, die potentiell möglich sind.

Was tun mit den Zahlen?

Auswerten, Probleme und Chancen erkennen, Maßnahmen überlegen und Umsetzen.

Hier ein konkretes Beispiel:

Inspiration für neue Inhalte

In den Google Webmastertools sehen Sie, bei welchen Suchbegriffen Sie in der Google Suche Sie derzeit angezeigt werden und an welcher Position Sie sich befinden. Das ist eine wahre Goldgrube für neue Content Ideen.

Ich garantiere Ihnen, dass Sie bei einem Teil dieser Suchbegriffe überrascht sein werden. Vor allem die Kombinationen aus mehreren Suchbegriffen sind interessant. Wie nutzen Sie diese Daten für neue Inhalte?

Ganz grundsätzlich: Sie müssen genau diese Begriffe und Kombinationen auf Ihrer Website in den Texten verwenden. So werden Sie Ihre Position in den Google Suchergebnissen verbessern, weil Ihre Website dadurch relevanter für diese Suchen wird.

Meine Website aquariumeinrichten.com ist zum Beispiel bei der Suchwortkombination „aquarium einrichtung“ derzeit auf Position 3,1 (das ist immer ein Durchschnittswert, weil die Suchergebnisse nicht für jeden Benutzer gleich sind). Was kann ich inhaltlich auf meiner Website machen, um mich hier zu verbessern?

Zuerst checke ich, ob ich bereits eine Seite mit der URL /aquarium-einrichtung und der Überschrift „Aquarium Einrichtung“ habe. Wenn ja, kann ich genau diesen Begriff etwas öfter auf der Seite verwenden (Nicht übertreiben!). Wenn ich diese Seite noch nicht habe, dann lege ich sie neu an. Wenn der Inhalt sehr kurz ist, kann ich diesen etwas ausbauen, Bilder einbinden usw. um die Seite insgesamt attraktiver und relevanter zu machen.

Fragen Sie sich: „Was wäre für mich die perfekte Seite, wenn ich nach diesem Begriff suche?“ Dann wissen Sie, was zu tun ist.

Was Sie natürlich auch noch tun können: Checken Sie die Ergebnisse auf den Suchergebnis Positionen über Ihnen. Was machen die besser als Sie?

Erwarten Sie aber nicht, dass Sie heute eine passende Seite anlegen und morgen auf Platz 1 bei Google sind. Wie stark Sie sich verbessern hängt von sehr vielen Faktoren ab und es braucht auch einiges an Zeit. Die Suchergebnisse reagieren auf solche Änderungen oder Erweiterungen Ihrer Inhalte zeitverzögert.

Ich vergleiche das immer mit einem Schiff. Wenn Sie schon mal am Steuerrad eines größeren Schiffs gedreht haben, wissen Sie was ich meine. Da drehen sie das Rad um einige Zentimeter und denken „Es tut sich nichts“. Also drehen Sie weiter und weiter. Nach einigen, langen Sekunden beginnt sich das Schiff zu drehen und hört nicht mehr auf. Ich kann Ihnen sagen - der wirkliche Kapitän hat sehr gelacht.

Zeitverzögerte Reaktion. Wie bei den Suchergebnissen. Also seien Sie geduldig und checken Sie die Webmastertools nach Veränderungen Ihrer Position.

Für mich ist dieser Tipp eines meiner großen Erfolgsgeheimnisse, wie ich auf meine eigenen Websites mittlerweile mehr als 1000 tägliche Besucher bringe.

Mein Tipp für Sie: Beschäftigen Sie sich mit den wichtigsten Metriken Ihrer Website oder delegieren Sie diese verantwortungsvolle Aufgabe an einen Mitarbeiter oder eine Online Agentur Ihres Vertrauens.

Das wichtigste an der Beschäftigung mit diesen Zahlen ist, dass laufend jemand auf die Zahlen sieht und Änderungen an der Online Strategie LNK oder dem Inhalt der Website vornimmt.

In OMK #8 dreht sich alles um Unsinn auf Facebook. Es wird viel zu viel davon geschrieben und Sie wollen nicht zur Gruppe der „Unsinn Poster“ gehören. Was Sie besser nicht posten sollten und wie Sie gute Ideen für Social Media Micro-Content entwickeln.

Mehr vom Online Marketing Klartext:

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